Nachtigallenwanderung durchs Engerser-Feld am 04.05.14.

Zu einer Nachtigallenwanderung durchs Vogelschutzgebiet Engerser Feld hatte der    NABU-Neuwied und Umgebung eingeladen. Zahlreiche Natur- und Vogelfreunde folgten der Einladung. Los ging es bei strahlender Abendsonne vom ehem. Pionierhafen entlang des Rhein bis zum NSG Urmitzer-Werth. Neben vielerlei Gesang der Vogelwelt waren hier die ersten Nachtigallen mit ihrem herausragenden Gesang zu hören. Wie die Leiterin der Wanderung Heide Bollen eingangs erklärte sind Nachtigallen ziemlich unscheinbare Vögel und schwer zu entdecken. Ihr Gesang, der oft mehrere Stopfen hat, entschädigt aber dafür das man sie oft nicht sieht. Gegenüber dem NSG Urmitzer Werth wurde noch mal eine Beobachtungspause eingelegt,  hier war die Bruttätigkeit der Schwarzmilane, Graureiher und  Kormorane im vollen Gange. Erfreulich ist hier, das die Anzahl der Schwarzmilane als Brutvogel in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Der aufmerksame Beobachter konnte im freien Feld noch den Feldschwirl mit seinem ausgeprägten Gesang und Flugverhalten beobachten. Mit etwas Glück kann man hier ab Mitte Mai auch den, bei uns selten gewordenen Pirol, entdecken. Zurück ging es dann am Kann- und am Steinsee vorbei, begleitet von einer Fülle des Nachtigallengesangs, die mit ihrem Gesang ihr Revier abstecken.

 

Trotz aller positiven Entwicklungen im Vogelschutzgebiet Engerser Feld, muss man doch zur Kenntnis nehmen, das im Allgemeinen, die Artenvielfalt bei den Vögeln stetig abnimmt. 

Frühlingswanderung durchs Aubachtal am 11.04.14

Zu einer Natur- und vogelkundlichen Wanderung durchs Aubachtal hatte der  NABU - Neuwied und Umgebung eingeladen.

Die zahlreich erschienen Naturfreunde wollten sich von dem besonderen Reiz des

in seiner Natürlichkeit belassenen Tals ( hiervon gibt es nur sehr wenige ) überzeugen.

Los ging es am Aubachstausee, wo Dipl. Biologe Günter Hahn ein paar einleitende Worte

zur Historie und zum Sinn des Aubachstausees und somit auch die Bedeutung für die Natur ansprach. Von besonderem Wert hob er hier die Verlandung im hinteren Bereich des Sees wo sich ein Erlenbruchwäldchen mit einzelnen Tümpeln gebildet hat hervor.

Diese Zone ist für Amphibien und Wasservögel von großer Bedeutung und sollte so in der Art unbedingt erhalten bleiben. 

Auf dem Weg an der Eintrachthütte und an der ehem. Silberschmelze vorbei konnte man

noch viele Frühjahrsblüher bestimmen und zahlreiche Vögel beobachten.

Bei den Vögeln war eine Bestimmung teilweise nur an ihrem Gesang möglich, da das Blätterdach der Bäume doch schon sehr dicht war.

Neben allem Positiven mussten auch einige negative Eindrücke verarbeitet werden.

Hierzu gehört die bei der Durchforstung der Hanglagen ( die ohne Zweifel nötig ist ) von der Forstwirtschaft angewendete Entsorgungsmentalität der Baumkronen.

Diese werden an den Rändern der Auwiesen zur Verrottung eingelagert und bilden somit

den idealen Nährboden für das Drüsige Springkraut, das doch angeblich bekämpft werden soll. Eine dauerhafte Ausrottung ist an Hand der dadurch entstandenen Unwegbarkeit vollkommen aussichtslos.

Ein erschreckendes Bild bot sich den Naturfreunden dann im mittleren Aubachtal wo die

rigerose Abholzung des Erlenbestandes im Bereich der Auwiesen und des Bachlaufs stattfand.

Hier sollte man sich von Seiten der zuständigen Behörde einmal fragen ob die erforderliche

Aufsichtspflicht nicht versäumt wurde und verhindern das nicht noch mehr Schaden angerichtet wird.

Nach etwa 2,5 stündiegem Rundgang kam man zu der Übereinstimmung das es sich hier, trotz aller negativen Aspekte, um ein sehr schönes Tal handelt. 

Das gilt es zu erhalten und mit Sachverstand zu pflegen.   

 

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