Meinborn – Kleinod für Frosch, Molch und Co

 

 Bereits vor vielen Jahren erwarb der NABU in der Nähe von Meinborn ein ehemals drainiertes Wiesengelände mit einem begradigten Bachlauf. In vielen Arbeitsstunden wurden kleine Teiche angelegt, Kopfweiden gepflanzt und der Bach abschnittsweise aus seinem Korsett befreit. Mittlerweile haben sich zahlreiche Amphibien wie Grasfrösche, Berg- und Fadenmolche sowie Feuersalamander in teils individuenreichen Beständen angesiedelt. Da sich das Wiesengelände innerhalb eines großen, von Straßen nicht zerschnittenen Gebietes mit weiteren Gewässern befindet, können die Tiere außerhalb der Laichzeiten große zusammenhängende Landlebensräume besiedeln und im ständigen Populationsaustausch mit den Amphibienbeständen anderer Gewässer eine hohe genetische Vielfalt bewahren. Somit tragen die Meinborner Teiche zum Erhalt und zur Förderung dieser Arten auf großer Fläche im Westerwald bei.

Damit dies so bleibt, müssen die Teiche regelmäßig gepflegt, d. h. insbesondere vor übermäßiger Verlandung und Beschattung durch hohes Gehölzaufkommen geschützt werden. Freiwillige Helferinnen und Helfer, ob Mitglied im NABU oder nicht, sind beim Entkrauten der Teiche, beim Gehölzrückschnitt, Tümpelbau, etc. immer willkommen und können sich über die unter „Kontakt“ genannte Email-Adresse mit der NABU-Gruppe Neuwied und Umgebung in Verbindung setzen.

 

Stand: Winter 2020/21,  Fotos: Christian von Landwüst

Stand: Sommer 2020

  

 

Pflegemaßnahmen in Meinborn, ein Zuhause für Frosch und Co.

 

Feuchtwiesen sind in unserer Landschaft selten geworden. Deshalb engagiert sich der Naturschutzbund (NABU) in besonderer Weise für ihre Pflege. Bei Meinborn erwarb die Gruppe deshalb vor Jahren eine ehemalige drainierte Weide. Die dort entspringenden Quellen boten die Möglichkeit, die Wiesen durch Gräben und kleine Tümpel zu vernässen. Dort tummeln sich nun Wasserfrosch, Berg- und Teichmolch. Am Rande der Wiese werden junge Weiden zu Kopfbäumen entwickelt. Diese entstanden in früheren Jahren durch Korbflechter, die in mehrjährigem Turnus sämtliche Äste für die Herstellung von Körben abschnitten. In den knorrigen Stämmen entstanden dann viele Höhlen, die seltenen Arten wie Steinkauz und Wiedehopf Nistgelegenheit boten.

Teichanlage
Teichanlage
Entfernung der Verbuschung,  Fotos: Stefan Kolling
Entfernung der Verbuschung, Fotos: Stefan Kolling

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