Ein Leserbrief unseres NABU-Mitglieds Jutta Malatek, der am 11.11.2017 In der Rheinzeitung veröffentlicht wurde.

 

 

 

 

tote Gärten

 

 Vogelalarm! Insektenalarm! Jetzt endlich merkt es auch der Letzte.

Dabei ist dieser dramatische Rückgang schon lange bekannt, wurde aber

nur von Wenigen wahrgenommen und vom Rest der Menschheit als

Panikmache abgetan oder einfach verdrängt.

Nicht nur Pestizide und Überdüngung in der Landwirtschaft, sondern vor

allem immer mehr Hauseigentümer tragen hieran die Mitschuld.

So ist in vielen Hausgärten seit einiger Zeit modern, die Erde mit Steinen

zuzudecken, möglichst noch in verschiedenen Farben.

Dort, wo normalerweise Sträucher, Stauden, Blumen und Bäume oder

Gemüse gedeihen sollten, ist der Boden versiegelt.

Wenn es denn schon Natur sei muss, dann höchstens ein einsames immergrünes Gewächs, das weder Blüten noch Früchte oder Laub abwirft.

Dazu kommt die Begrenzung des Grundstücks in Form von Gabionen.

Diese hässlichen, mit Steine gefüllten Drahtkästen lassen ebenfalls keine

Bepflanzung zu und das ist wohl der Sinn des Ganzen.

Alles schön sauber, akkurat und pflegeleicht, wie soll ein solcher Seingarten

noch einen Vogel oder ein Insekt anlocken?

Würden solche Gartengestalter über den Tellerrand hinaus denken, könnten

sie erkennen, das ihr Verhalten stark zum Rückgang von Vögel und Insekten

beiträgt. Also liegt es an jedem einzelnen Betroffenen, im Sinne der Natur

umzudenken und in seinem Garten den Rückwärtsgang einzulegen, den

hier heißt Rückschritt Rettung.  

 

 

 

 

 

 

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